Von den öffent­lichen Rund­funk­an­stalten er­war­tet das Pu­bli­kum eine aus­ge­wogene Bericht­er­stattung. Doch oft ist ge­rade dort der Druck be­sonders hoch, sich bei geo­po­li­tischen Kon­flikten an das trans­at­lan­tische Narra­tiv zu halten.

So bezieht das Schweizer Radio und Fern­sehen seine Texte und Bilder ge­mäß eige­nen An­ga­ben zumeist von Agen­tu­ren aus New York, Lon­don und Paris und thematisiert Pro­pa­­ganda stets nur auf der Gegen­­seite. Selbst vor sub­tiler Grusel­musik in den Nach­rich­ten schreckt das SRF nicht zurück, um Gegner der US-Allianz zu dämo­ni­sieren. (Mehr dazu: Die SRF-Studie)

In Deutsch­land machte der ehe­­ma­lige Chef­­­re­dak­­teur des ZDF publik, dass Bei­träge zu US-Kriegen politisch beein­flusst werden. Nahost-Korrespondent Ulrich Tilgner be­klagte Ein­­griffe auf­grund von  »Bünd­nis­rück­sich­ten«, und der ehe­­ma­­lige Leiter des ZDF-Studios Bonn be­stä­tig­te »An­wei­sungen von oben« und eine »frei­willige Gleich­­schal­­tung« der Jour­na­lis­ten.

Zuletzt flog das ZDF sogar mit einer fabri­zier­ten Doku­men­ta­tion über die Ukraine auf. Bereits zuvor wurde die britische BBC in einer Syrien-Repor­tage beim Fälschen er­wischt. Dennoch über­nimmt auch die SRF Rund­schau solche BBC-Repor­ta­gen unge­prüft.

Beim öster­rei­chischen ORF ver­öf­fent­lichten die Re­dak­teure gar ein Protest-Video als Zeichen gegen die zu­neh­mende po­li­tische Ein­fluss­nahme.