Es ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Medien­systems – und dennoch in der Öffentlichkeit nahe­zu un­be­kannt: Der größte Teil der inter­na­tio­nalen Nach­rich­ten in all unseren Medien stammt von nur drei glo­balen Nach­rich­ten­agen­turen aus New York, London und Paris.

Die Schlüssel­rolle dieser Agen­turen be­wirkt, dass west­liche Medien zu­meist über die glei­chen The­men be­richten und dabei sogar oftmals dieselben For­mu­lie­rungen ver­wenden.

Zu­dem nutzen Re­gie­rungen, Mi­li­tärs und Ge­heim­dienste die glo­balen Agen­turen als Mul­ti­pli­kator für die welt­weite Ver­brei­tung ihrer Bot­schaften. Die trans­at­lan­tische Ver­netzung der eta­blier­ten Medien ge­währ­leis­tet da­bei, dass die ge­wün­schte Sicht­weise kaum hin­ter­fragt wird.

Eine Unter­suchung der Syrien-Bericht­er­stat­tung von je drei füh­ren­den Tages­zei­tungen aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz illus­triert diese Effekte deutlich.

Zur Multiplikator-Studie →